Ein Messerattentat hat die Stadt Villach am 15. Februar 2025 erschüttert. Ein 23-jähriger Syrer stach kurz vor 16 Uhr am Ende des Hauptplatzes, nahe der Draubrücke, wahllos mit einem Klappmesser auf mehrere Passanten ein. Ein 14-Jähriger wurde dabei getötet und fünf Personen erlitten teils schwere Verletzungen.
Dank des couragierten Eingreifens eines syrischen Essenszustellers, der den Attentäter mit seinem Auto stoppte, wurde noch Schlimmeres verhindert. Das offizielle Villach stand still. Villach trauert. Laut Innenministerium handelt es sich um einen terroristischen Anschlag mit IS-Bezug eines mutmaßlichen Attentäters, der sich innerhalb kürzester Zeit über das Internet radikalisiert hat. Politische Forderungen nach harten Konsequenzen - sprich Abschiebung für straffällig gewordene Flüchtlinge - kamen auf.
Trauerwoche und Hilfsangebote
Nach dem schrecklichen Vorfall rief unsere Stadt eine Trauerwoche aus. Schwarze Fahnen überall in der Stadt, die Stadt Villach sagte aus Pietätsgründen in dieser Woche alle öffentlichen Veranstaltungen ab, auch der Faschingsumzug fand nicht statt. Der Einsatzstab tagte in Permanenz, die Polizei verstärkte ihre Präsenz massiv. Hilfsangebote - wie ein Trauercafè für Betroffene - wurden in kürzester Zeit eingerichtet. Eine Gedenkstelle wurde am Tatort an der Stadtbrücke eingerichtet, unzählige Kerzen und Blumen wurden dort abgestellt. Es wurde auch eine Gedenkveranstaltung abgehalten: ein Trauermarsch führte durch die Stadt, danach fand ein ökumenischer Gottdesdienst in der Stadtpfarrkirche statt.
Überwältigende Anteilnahme
Tausende Menschen erwiesen dem Todesopfer und den Verletzen die Ehre und nahmen am 18. Februar 2025 am Gedenkmarsch durch die Innenstadt teil. Der feierliche Gottesdienst wurde im ORF live übertragen. Ein Trauerbuch wurde im Rathaus aufgelegt. Mittels eines
Online-Kondolenzbuches kann man seine Anteilnahme auch nach wie vor virtuell bekunden. Das Lichtermeer aus unzähligen Kerzen am Ort des Geschehens werden sicher noch lange leuchten. Spürbar ist der gemeinsame Wille aller, zusammenzustehen, als Stadt, als Gesellschaft, als Wertegemeinschaft.
#villachhältzusammen.
Gedenkgottesdienst am 1. Jahrestag
Am 15. Feber 2026 jährte sich das schreckliche Messer-Attentat, bei dem ein junger Villacher ermordet und fünf weitere Personen zum Teil schwer verletzt worden sind. Um der fatalen Ereignisse zu gedenken, fand am Sonntag, 15. Februar 2026, ein ökumenischen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche statt. Der Prozess gegen den Syrer wird vermutlich im April 2026 stattfinden.