Das Projekt "Wasserschiene Kärnten" wird den Zentralraum auf Generationen mit sauberem Trinkwasser versorgen. Ein Teil wird bereits gebaut, das Herzstück wird ab 2028 Realität, sagt Wasserverbands-Obmann Günther Albel.
Dürreperioden wie im heurigen Frühjahr zeigen, wie wichtig eine verlässliche Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist. Kärnten ist in der glücklichen Lage, grundsätzlich genug Trinkwasser zu haben. Allerdings ist es nicht gleichmäßig verteilt. Und so kommt es zum Beispiel in Völkermarkt, im Lavanttal und Teilen Oberkärntens immer wieder zu Engpässen.
"Jahrhundert-Projekt"
Um künftig Wasser besser und im Ernstfall rasch verteilen zu können, wird nun das Projekt "Wasserschiene Kärnten" umgesetzt. Bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt wurden die Eckpunkte dieses Mega-Vorhabens präsentiert. Als Obmann des Wasserverbandes Kärnten sprach Villachs Bürgermeister Günther Albel vor Journalist:innen von einem "Jahrhundert-Projekt", an dessen Ende im Jahr 2027 eine Ringleitung von Villach nach Klagenfurt, St. Veit und Feldkirchen stehen wird. Damit wird der gesamte Zentralraum, in dem rund die Hälfte der Kärntner Bevölkerung lebt und in den darüber hinaus tausende Menschen einpendeln, eine gesicherte Wasserversorgung haben.
Erste Leitung ensteht bereits
Die Gesamtkosten der Schiene werden mehr als 100 Millionen Euro betragen. Das Land Kärnten übernimmt 51 Prozent des Betrages, 16 Prozent kommen vom Bund und 33 Prozent von den beteiligten Gemeinden. "Im Drautal arbeiten wir bereits seit Monaten an den ersten Leitungskilometern", sagt Albel. Das Herzstück wird aber die Verbindung von Klagenfurt und Villach sein. Noch heuer werden die Planungsunterlagen dem Land Kärnten vorgelegt. Im Idealfall kann bereits ab Ende 2027/Anfang 2028 gegraben werden, wobei ein Großteil der Leitung im Wörthersee versenkt werden wird.
"Historischer Schritt"
„Mit dem Start der überregionalen Wasserschiene im Zentralraum setzen wir einen historischen Schritt für die Daseinsvorsorge in unserem Land", sagt Landeshauptmann Daniel Fellner, der erst vor kurzem die Wasser-Agenden an so Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger übergeben hat. Sie ergänzt: "Wasser ist unsere wichtigste Lebensgrundlage. Mit der Wasserschiene, die im Kärntner Zentralraum startet, schaffen wir ein gemeindeübergreifendes und generationsübergreifendes Zukunftsprojekt für Kärnten. Gerade in Zeiten von Trockenheit, Klimaveränderung und steigendem Bedarf geht es darum, die Trinkwasserversorgung langfristig abzusichern."
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