In zwei großen Dialog-Veranstaltungen wurden die Probleme besprochen und nach Verbesserungsmöglichkeiten gesucht. Im Zuge dessen haben sich zwei Strategien besonders herauskristallisiert:
Für den Bereich der Volksschule und des Kindergartens lautet die klare Empfehlung der Expert:innen, mit dem Konzept der „Schulstraße“ die höchstmögliche Sicherheit für die Kinder zu erwirken. Hierbei wird die Straße an Schultagen 30 Minuten vor Unterrichtsbeginn mittels Scherengitter für Kraftfahrzeuge gesperrt (Einsatzfahrzeuge ausgenommen) und das Verkehrsaufkommen vor der Schule dadurch massiv reduziert. Für Eltern, die ihre Kinder dennoch mit dem Auto bringen, werden außerhalb dieser Zone „Elternhaltestellen“ eingerichtet.
Freiwillige Helfer:innen gesucht!
Für den täglichen Betrieb der Schulstraße (Aufstellen der Scherengitter) werden noch freiwillige Helfer:innen gesucht. Interessierte – ob Eltern, Verwandte oder Nachbar:innen – können sich bis zum 10.04.2026 bei dem begleitenden Planungsbüro, oder bei der Verkehrsplanung der Stadt Villach und der Schuldirektion melden.
In vielen Städten Österreichs werden Schulstraßen bereits sehr erfolgreich zur Verkehrsberuhigung und zur Erhöhung der Sicherheit im Nahbereich von Schulen eingesetzt, für Villach handelt es sich um ein Pilot-Projekt.
„Die Sicherheit der Kinder hat in unseren Planungen die oberste Priorität. Bitte helfen Sie mit, gemeinsam die Sicherheit für unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer:innen zu erhöhen“, appelliert Stadtrat Jabali Adeh. Das Mitwirken von Freiwilligen ist eine Voraussetzung für die Machbarkeit des Projektes. Über die endgültige Umsetzung entscheiden letztlich die politischen Gremien.
Auch für die Wohngebiete entlang der Abstimmungsstraße sind verkehrsberuhigende Maßnahmen vorgesehen. Da für durchgängige Geh- und Radwege in den Siedlungsgebieten der Platz fehlt, sollen in Tschinowitsch und Maria Gail Fahrbahnverengungen durch Poller sowie farbliche Bodenmarkierungen umgesetzt werden. Ziel ist es, dadurch den Durchzug der Autos zu verlangsamen, die Sicherheit für zu Fuß gehende und Radfahrende zu erhöhen und diesen Abschnitt für klassischen Umgehungsverkehr unattraktiv zu machen.
Die Detailplanungen und notwendigen Beschlüsse hierfür liegen bereits vor und die notwendigen finanziellen Mittel sind auch im Budget 2026 vorgesehen.
„Ich freue mich sehr, dass es mit breiter Beteiligung gelungen ist, effektive Maßnahmen für die Verbesserung der Verkehrssituation entlang der Abstimmungsstraße zu erarbeiten. Seitens der Verkehrsplanung haben wir das fertige Projekt an die für die Umsetzung zuständige Bauabteilung übergeben und hoffen, dass die Umsetzung noch im Frühjahr erfolgt.“
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