Es ist vielseitig, hochkarätig und lädt ein, Neues zu entdecken: Das neue Kulturabo der Stadt Villach für die kommende Saison. Ein Schwerpunkt liegt auf Frauen, die vielen Höhepunkte laden ein, sich inspirieren zu lassen.
Mit einem vielseitigen und hochkarätigen Programm startet die Abteilung Kultur in die neue Saison 2026/2027. Insgesamt gibt es 28 Produktionen für Kulturinteressierte und machen einmal mehr deutlich: Villach lebt Kultur in ihrer ganzen Breite – offen, vielfältig und inspirierend.
Das ambitionierte Programm der Abteilung Kultur könnte gut unter das Motto „Willkommen im Wunderland“ stehen. Es lädt ein, bekannte Perspektiven zu hinterfragen, Neues zu entdecken und Kunst als Raum für Begegnung, Fantasie und gemeinsames Staunen zu erleben. „Gerade in einer Zeit, die von Veränderungen und Unsicherheit geprägt ist, schafft Kultur Orte, an denen Menschen zusammenkommen, Geschichten erleben und neue Sichtweisen entwickeln können“, sagt Kulturreferentin Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser.
Die herausragenden Klang- und Bühnenmomente zeigen mit Musik, Schauspiel und Tanz ein abwechslungsreiches Programm, das unterschiedliche Genres vereint und gezielt künstlerische Akzente setzt. Ein Schwerpunkt liegt zudem auf starken weiblichen Stimmen. Zahlreiche renommierte Künstlerinnen erhalten in Villach bewusst eine Bühne und prägen das Programm. Sandriesser betont: „Als Kultur- und Frauenreferentin ist es mir wichtig, Frauen in Kunst und Kultur bewusst Raum zu geben. Villach zeigt in der kommenden Saison eindrucksvoll, dass kulturelle Qualität und weibliche künstlerische Präsenz selbstverständlich zusammengehören.“
Ein weiterer Höhepunkt ist die Tanzproduktion „Alice im Wunderland“ von Guido Markowitz, gebürtiger Villacher, Kulturpreisträger und Ballettdirektor des Theaters Pforzheim. Die Inszenierung greift das Leitmotiv der Saison auf. „Das Wunderland ist kein Ort der Flucht, sondern ein Ort der Fantasie, der Inspiration und der Offenheit. Es lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken, Grenzen des Gewohnten zu überschreiten und sich berühren zu lassen“, erklärt Christian Sturm, Leiter der Abteilung Kultur.
Ausgewählte Höhepunkte:
Musik-Bühne
Mit „Alice im Wunderland“ bringen Guido Markowitz und Mar Rodríguez Valverde Lewis Carrolls fantastischen Klassiker als farbenfrohes Tanzstück auf die Bühne. Alice gerät nach einem langen Fall in eine surreale Welt voller rätselhafter Türen, skurriler Figuren und wundersamer Begegnungen. Gemeinsam mit dem Hutmacher, dem Märzhasen, der grinsenden Katze und vielen weiteren fantastischen Wesen erlebt sie eine Reise zwischen Traum, Fantasie und Wirklichkeit. Das Tanz Theater Pforzheim entführt das Publikum mit poetischen Bildern, humorvollen Szenen und fantasievollen Choreografien in ein ebenso verspieltes wie magisches Wunderland.
Klang-Sinfonie
Die Württembergische Philharmonie Reutlingen präsentiert unter der Leitung von Marzena Diakun zwei Meisterwerke der Romantik voller Ausdruckskraft und emotionaler Tiefe. Gemeinsam mit dem renommierten Pianisten Michael Korstick erklingt Johannes Brahms’ monumentales 2. Klavierkonzert – ein Werk von kraftvoller Virtuosität, lyrischer Wärme und fein ausgehörtem Dialog zwischen Solist und Orchester.
Im zweiten Teil des Abends entfaltet Tschaikowskys berühmte 6. Sinfonie „Pathétique“ ihre ganze emotionale Wucht. Zwischen leidenschaftlicher Dramatik, melancholischer Schönheit und erschütternder Intensität entsteht ein musikalisches Panorama menschlicher Gefühle. Ein Konzertabend voller Spannung, großer Klangfarben und bewegender musikalischer Erzählkunst.
Klang-Orchester
Mit „Sinfonía del Sur“ lädt das Julia Malischnig Project zu einer mitreißenden musikalischen Reise in den Süden ein. Zwischen Flamenco, Jazz, Klassik und iberolateinamerikanischen Klängen entsteht ein farbenreiches Gesamtkunstwerk voller Leidenschaft, rhythmischer Energie und poetischer Tiefe. Im Mittelpunkt steht die Kärntner Ausnahmegitarristin und Sängerin Julia Malischnig, die gemeinsam mit internationalen Spitzenmusiker:innen sowie bekannten Kärntner Künstlerpersönlichkeiten wie Wolfgang Puschnig und Klaus Lippitsch einen Abend voller Virtuosität und musikalischer Freiheit gestaltet.
Tänzerische Elemente, Kastagnettenkunst und Flamenco verleihen der Aufführung zusätzliche Ausdruckskraft, während Projektionen der Marmorköpfe des Kärntner Künstlers Harald Schreiber eine eindrucksvolle visuelle Ebene schaffen. So verbindet „Sinfonía del Sur“ Klang, Bewegung und Emotion zu einem atmosphärischen Erlebnis – lebendig, inspirierend und voller südlicher Lebensfreude.
Klang-Ensemble
„Der Tod eines Pudels“ ist ein ungewöhnlicher Liederabend, der Klassik und Satire auf überraschend leichte Weise verbindet. Im Mittelpunkt steht die international gefeierte Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager, die gemeinsam mit dem Kabarettisten Alfred Dorfer und dem Pianisten Florian Krumpöck auf der Bühne steht. Der Abend führt das Publikum hinter die Kulissen der Klassikbranche – dorthin, wo große Kunst auf menschliche Absurditäten trifft. Zwischen Werken von Beethoven, Schubert, Brahms, Mahler und Korngold entfaltet sich eine humorvolle, pointierte Reise durch den Konzertalltag, die gängige Erwartungen an einen Liederabend bewusst unterläuft.
Angelika Kirchschlager bringt dabei ihre internationale Bühnenerfahrung von New York bis Tokio ein und öffnet den Blick auf die oft unsichtbaren Seiten des Musikbetriebs. Alfred Dorfer kommentiert und dekonstruiert diese Welt mit satirischem Zugriff – charmant scheiternd und gerade dadurch umso unterhaltsamer. Gemeinsam entsteht ein feinsinniges Zusammenspiel aus Musik, Humor und Selbstironie, das die „Ernsthaftigkeit“ des klassischen Liederabends genussvoll in Frage stellt.
Krönender Abschluss ist eine augenzwinkernde Bezugnahme auf Beethovens „Elegie auf den Tod eines Pudels“, die dem Abend seinen Titel gibt.
Theater-Bühne
Theater-Shootingstar Anna Mabo präsentiert ein außergewöhnliches Stück über den großen Dichter Ferdinand Raimund. Die Aufführung verknüpft Feenwelten, Zauberspiele und musikalische G’stanzln mit tiefer Melancholie. Im Zentrum steht eine fiktive, humorvolle Liebesgeschichte zwischen Mabo und Raimund, die trotz 206 Jahren Altersunterschied perfekt harmonisiert. Gemeinsam mit Vincent Sauer, Isabella Knöll und ihrer Live-Band wirft die Regisseurin einen liebevollen, augenzwinkernden Blick auf Raimunds magischen Kosmos. Das Publikum erwartet eine packende Zeitreise zwischen Magie, Wahnsinn, Schmäh und Schicksal.
Informationen zum Abo
Schnupper-, Jugend-, Wahl- und Spartenabos. Alle Formate bieten unterschiedliche Vorteile, so gibt es ein Jugendabo bereits für 25 Euro, ein Erwachsenen-Abo ab 60 Euro. Kultur in Villach ist also für jeden erschwinglich!
„Klang- und Bühnenmomente 2026/27“
Ab sofort in der Kulturabteilung
Schloßgasse 11/Dinzlschloss
T 04242 / 205-3412
MO, MI und FR: 8 bis 12 Uhr
DI und DO, 8 bis 12 und 13 bis 16 Uhr
Genaue Informationen und Auskünfte gibt es unter www.villach.at/kulturabo
Fotos zum Download: