Das Museum der Stadt Villach verlängert die viel beachtete Sonderausstellung „Wie Kriege enden / How wars end“ und präsentiert eine umfassend neu gestaltete Dauerausstellung zum Thema Archäologie der Region.
Das Stadtmuseum Villach ist wieder geöffnet und präsentiert neben der verlängerten Sonderausstellung „Wie Kriege enden / How wars end“ zahlreiche Neuerungen. Aufgrund des großen Besucherinteresses wurde die viel beachtete Ausstellung erweitert und technisch wie inhaltlich ergänzt. „Die zunehmenden geopolitischen Spannungen haben das Bedürfnis vieler Menschen verstärkt, sich mit Fragen von Krieg, Frieden und gesellschaftlicher Verantwortung auseinanderzusetzen. Die Ausstellung ist aber bewusst keine reine Schau des Schreckens, sondern richtet den Blick nach vorne - auf das Ende von Konflikten und die Möglichkeit von Frieden. Gerade diese Perspektive trifft den Nerv unserer Zeit“, betone
Bürgermeister Günther Albel bei der Eröffnung am Donnerstagabend.
Statt Waffen und militärischer Inszenierung stehen menschliche Erfahrungen, regionale Schicksale und gesellschaftliche Prozesse im Fokus. Interaktive Stationen, Zeitzeugeninterviews, Videos sowie das „Friedenslabor“ ermöglichen Besucher:innen einen niederschwelligen und zugleich emotionalen Zugang.
„Der große Vorteil einer verlängerten Ausstellung liegt darin, dass wir auf Ideen, Wünsche und Kritik unserer Gäste reagieren können. In jedem Raum gibt es nun neue Inhalte und neue Perspektiven zu entdecken“, erklärt Museumsdirektor Andreas Kuchler. So werden unter anderem kaum gezeigte Aufnahmen zum Untergang des k.u.k.-Kriegsschiffes „Szent István“, neue Inhalte zum Kalten Krieg und dem Krieg in der Ukraine mittels modernen Vermittlungsformaten mit interaktiven Stationen und KI-gestützten Elementen gezeigt.
Neue archäologische Dauerausstellung – Museum im Museum
Zeitgleich eröffnet das Museum vollständig neu gestaltete archäologische Schauräume. Nach mehr als drei Jahrzehnten wurde die historische Schausammlung grundlegend überarbeitet, technisch und didaktisch auf einen modernen Stand gebracht. Die neue Dauerausstellung widmet sich auf drei kreativ konzipierten Flächen der Geschichte der Region von der Jungsteinzeit bis ins Mittelalter. Gezeigt werden bedeutende Funde aus dem Raum Villach, darunter erstmals präsentierte Höhlenfunde aus Warmbad, Gräberfunde aus Judendorf sowie rekonstruierte Lebenswelten vergangener Epochen.
Auch hier machen interaktive Elemente, neue Vermittlungsformate und eigene Erlebnisbereiche für Kinder die Archäologie generationsübergreifend erlebbar. „Es ist ein völlig neues Museum im Museum entstanden, die diese Geschichte greifbar machen. Mit dieser Kombination aus aktueller Sonderausstellung und neu konzipierter Dauerausstellung setzen wir ein starkes Zeichen für moderne, gesellschaftlich relevante Museumsarbeit“, sagt Museumsdirektor Kuchler.
Alle Infos zum Museum und der aktuellen Sonderschau:
villach.at/museum
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