"ViCorp" gestartet: Die Stadt Villach beschäftigt sich, in Partnerschaft mit der Universität für Bodenkultur Wien und der "Neue Heimat" Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft Kärnten Ges.m.b.H., in Villach Lind mit dem nachhaltigem Umgang mit Regenwasser.
Mit dem Projekt „ViCorp“ soll die Kanalisation entlastet und die Wasserversorgung von Pflanzen in Zeiten des Klimawandels unterstützt werden - mit Vorteilen für Mensch und Umwelt. "ViCorp" steht für "Villach: integrative, cooperative Maßnahmen zum Regenwassermanagement bei lokalen Projekten."
Als Folge des Klimawandels, von Bebauung und Versiegelung sehen sich Städte und Gemeinden mit einer Vielzahl neuer Herausforderungen konfrontiert. Zunehmend bringen Starkniederschlagsereignisse die bestehenden Abwassersysteme an ihre Kapazitätsgrenzen - oft mit verheerenden Folgen. „Den meisten von uns wird das
Hagelunwetter von 2015 noch gut in Erinnerung sein. Mit Maßnahmen wie unter anderem den Schwammstadtbäumen auf dem Hauptplatz und ganz konkret dem ViCorp-Projekt etablieren wir Möglichkeiten, solchen Ereignissen zu begegnen und schlimmere Auswirkungen zu verhindern“, sagt Baureferent Stadtrat Harald Sobe.
Gleichzeitig soll mit ViCorp Regenwasser auch nachhaltig genutzt werden. „Mit Hilfe von naturnahen Anpassungsmaßnahmen leiten wir das Niederschlagswasser nicht mehr ausschließlich in die städtische Kanalisation ab, sondern das Wasser wird direkt vor Ort in Frei- und Grünflächen zwischengespeichert bzw. versickert und verbleibt so dort, wo es benötigt wird“, sagt Nachhaltigkeitsreferentin Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig.
In trockenen Perioden kann die Wasserversorgung der Pflanzen so unterstützt und das lokale Stadtklima über die Verdunstungskühlung des Bodens und der Pflanzen positiv beeinflusst werden, was letztlich zu einem attraktiveren Lebensumfeld beiträgt.
Zu Projektende werden die Erkenntnisse und Erfahrungen aus diesem Demoprojekt in Form eines Leitfadens zusammengefasst, um künftig die Stadt Villach sowie auch andere österreichische Kommunen bei der Umsetzung eines zukunftsorientierten Regenwassermanagements zu unterstützen.
ViCorp widmet sich außerdem wissenschaftlich dem Transformationsprozess beim bestehenden „System Stadtentwässerung“ und der damit verbundenen Verschränkung von öffentlichem und privatem Raum.
Projektpartner sind die Stadt Villach, die Universität für Bodenkultur Wien und die Neue Heimat Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft Kärnten Ges.m.b.H. eine Gesellschaft des Landeswohnbau Kärnten.
Dieses Projekt wird aus Mitteln der FFG gefördert. (www.ffg.at)