Gerda Fröhlich, die langjährige Intendantin des Carinthischen Sommers, unermüdliche Kulturschaffende und Villacher Kulturpreisträgerin, ist verstorben. Sie wird nach einer letzten Reise nach Ossiach in einem Ehrengrab auf Villachs Zentralfriedhof beigesetzt.
Gerda Fröhlich, die unermüdliche und bis ins hohe Alter Kulturschaffende, ist heute, Freitag, kurz nach ihrem 82. Geburtstag verstorben. Die gebürtige Wienerin war ihrer neuen Heimatstadt Villach über Jahrzehnte engst verbunden. Sie war – neben vielen anderen hochkarätigen Auszeichnungen - Trägerin des Kulturehrenzeichens in Gold und Kulturpreisträgerin sowie Ehrenbürgerin der Stadt Villach. „Mit Gerda Fröhlich verlieren wir eine Persönlichkeit, die unzähligen Menschen Kultur in angenehmster Weise nahegebracht und vermittelt hat“, sagt
Bürgermeister Günther Albel. „Sie steht nach wie vor für den Erfolg des Carinthischen Sommers, der wichtigsten Festspiele Kärntens, die in Villach und Ossiach beheimatet sind.“
Gerda Fröhlich studierte Theaterwissenschaften an der Universität Wien und startete ihre berufliche Laufbahn als Assistentin beim gerade frisch gegründeten Carinthischen Sommer 1969. 1980 übernahm sie als erste Frau Europas in dieser Funktion die Intendant:innenstelle und blieb es bis 2003. Künstlerische, organisatorische und finanzielle Alleinverantwortung lagen bei ihr. Kultur sah und lebte sie nicht nur als Beruf, sondern auch als private Erfüllung. Bürgermeister Günther Albel: „Gerda Fröhlich war über mehr als zwei Jahrzehnte die Seele des Carinthischen Sommers, er war ihr ein Herzensanliegen, ebenso wie die vielfältige kulturelle Bereicherung, die unsere Stadt dadurch erfahren durfte.“
Neben einem Lehrauftrag an der Kunst-Universität Wien, als Musikbeirätin des Bundesministeriums, Jurymitglied bei unzähligen internationalen Bewerben war Fröhlich auch als Dramaturgin und Librettistin für Musiktheater-Auftragswerke tätig.
Selbst im Ruhestand organisierte die nunmehrige Ehrenintendantin des Carinthischen Sommers, die stets an einem interessant-kritischen Meinungsaustausch Gefallen fand, ehrenamtlich unzählige Kunstprojekte, darunter auch etliche sakrale Projekte in der Stiftskirche Ossiach. Besonders die Kulturvermittlung an die Jugend war ihr ein großes Anliegen.
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