Nach der Jakobus-Statue vor der Stadtpfarrkirche St. Jakob hat Villach jetzt einen weiteren Bezug zum bekannten Pilgerweg: Der heurige Hauptplatz-Weihnachtsbaum wuchs einst im Schweizer Ort Maria Bildstein am Jakobsweg. Am Mittwoch wurde er aufgestellt.
Er ist 41 Jahre alt, imposant und kann eine schöne Geschichte erzählen: Der heurige Weihnachtsbaum für den Hauptplatz, eine mächtige Tanne, hat seine Wurzeln in der Schweizer Wallfahrtsgemeinde Maria Bildstein - am Jakobsweg. Die Großmutter des Baumspenders, Daniel Maier aus Villach-St. Ulrich, importierte den jungen Baum vor mehr als vier Jahrzehnten und pflanzte ihn im eigenen Garten ein. „Nun ist er dem jetzigen Besitzer einfach zu groß geworden“, berichtet Stadtgrün-Referentin Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig. „Er hat ihn uns angetragen und wir freuen uns sehr über den schönen Hauptbaum für den Villacher Advent auf dem Hauptplatz.“
Für die Reise von den engen Gassen in St. Ulrich in die Innenstadt, die auch Etappe des Jakobspilgerweges ist, brauchte es einen Sondertransport am Mittwochvornmittag. Vizebürgermeisterin Katholnig: „Wenn unsere Abteilungen Stadtgrün und Wirtschaftshof den Weihnachtsbaum an Ort und Stelle aufgestellt und gesichert haben, wird er beachtliche 17 Meter in die Höhe ragen.“ Aufgestellt werden musste die Tanne bereits jetzt, weil sie das Herzstück des Advents bildet und es nach dem Aufbau der Hütten keinen Platz mehr zum Rangieren gibt. Baumspender Daniel Maier hat sich im heurigen Sommer mit besonders großem Einsatz und viel Gießwasser um den bald berühmten Baum gekümmert, weil er unter der starken Hitze litt.
Die beiden Nebenbäume auf dem Kaiser-Josef-Platz und dem Hans-Gasser-Platz sind jeweils 11 Meter hoch und folgen am Donnerstag. Die Tanne für den Hans-Gasser-Platz stiftete die Baumschule Karl aus ihrem Außengelände, die Fichte stand vor ihrem Auftritt auf dem Kaiser-Josef-Platz in einem Privatgarten und war ebenfalls zu mächtig geworden.
Foto zum Download
Foto zum Download