In Villach landen täglich zahlreiche Pfandflaschen und Pfanddosen im Restmüll oder werden achtlos weggeworfen. Das erschwert nicht nur die saubere Trennung von Wertstoffen und verursacht zusätzliche Kosten, sondern verhindert auch, dass Pfandgebinde gezielt dort ankommen, wo Hilfe gebraucht wird.
„Uns war es wichtig, ein Sammelsystem für Pfandgebinde einzuführen, das einfach zu nutzen ist und gleichzeitig sozial treffsicher wirkt“, sagt Nachhaltigkeitsreferentin Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig. Mit dem nun gestarteten Pilotprojekt will die Stadt prüfen, ob die Villacher:innen das Angebot ausreichend annehmen. „Erst die kommenden Wochen werden zeigen, ob das System in größerem Umfang ausgerollt werden kann“, sagt Vizebürgermeisterin Katholnig.
Pfandringe, wie in anderen Kommunen, waren keine Option. „Die Erfahrung zeigt, dass in Pfandringen oft verschiedenste Abfälle entsorgt werden – nur keine Pfandgebinde“, sagt Vizebürgermeisterin Katholnig. Ebenso ein wichtiger Aspekt gegen Pfandringe: „In Villach helfen wir jenen Menschen, die Unterstützung benötigen, direkt. Sie müssen nicht nach Pfandgebinden suchen“, sagt Vizebürgermeisterin Katholnig. Aus diesem Grund werden die in den Pfandolin-Behältern gesammelten Pfandflaschen und Pfanddosen der Arge Sozial übergeben und damit einem gemeinnützigen Verein, der Menschen mit verschiedenen psychosozialen und wirtschaftlichen Problemen unterstützt.
Der erste Pfandolin wurde Mitte Mai 2026 auf dem Hauptplatz Ecke Rathausplatz aufgestellt. Und auch in der Bahnhofstraße und im Altstoffsammelzentrum wurden bereits Pfandolin-Sammelbehälter aufgestellt.