Auch im Jahr 2025 stand der Klimaschutzpreis fĂŒr Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit der Stadt Villach ganz im Zeichen innovativer Ideen und nachhaltigen Engagements. BĂŒrger:innen waren eingeladen, ihre Projekte und Initiativen einzureichen und damit einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz in Villach zu leisten. Die besten Einreichungen wurden mit Geldpreisen ausgezeichnet.
Zahlreiche kreative und zukunftsweisende Projekte wurden eingereicht und von einer Fachjury bewertet. DarĂŒber hinaus hatten die Villacher:innen auch wieder die Möglichkeit, ihre Stimme fĂŒr ihr persönliches Lieblingsprojekt abzugeben und sich so aktiv an der Wahl des Siegerprojekts zu beteiligen.
Die groĂe Vielfalt der eingereichten Ideen zeigte einmal mehr, wie stark das Bewusstsein fĂŒr Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit in der Villacher Bevölkerung verankert ist. Mit dem Klimaschutzpreis wĂŒrdigt die Stadt Villach dieses Engagement und fördert innovative AnsĂ€tze fĂŒr eine lebenswerte und klimafreundliche Zukunft.
Klimaschutzpreis 2025 - Die Gewinner:innen
Unter den 23 eingereichten Projekten fĂŒr den Villacher Klimaschutzpreis 2025 fiel der Jury die Wertung enorm schwer. Am Montag, 15. Dezember 2025, fand die Preisverleihung statt. In der Kategorie der Erwachsenen hatte das LKH Villach wieder die Nase vorn, bei den Kindern die Volksschule Landskron.
- 1. Platz: LKH Villach: Das LKH Villach setzt in seiner KĂŒche auf ĂŒberwiegend pflanzliche, gesunde und saisonale Speisen, konsequente Fleischreduktion und regionale Beschaffung: Das eingereichte Projekt „Planetary Health Diet“ versorgt Tausende Patient:innen und Mitarbeiter:innen, aber auch Essen auf RĂ€dern, KindertagesstĂ€tten und etliche mehr mit nachhaltiger Kost. Es steht fĂŒr Bewusstseinsbildung und Klimaschutz. Die Jury wĂŒrdigte es mit dem ersten Platz.
- 2. Platz: ARGE Sozial: Knapp dahinter landete auf Platz zwei die Arge Sozial mit ihrem Ressourcen schonenden und sozialen Reparatur- und Wiederverwertungsprojekt „ReEagl“. Hier werden alte ElektrogerĂ€te und Möbel repariert und nachgenutzt.
- 3. Platz: Wohnprojekt Villach: Mit dem dritten Rang zeichnete die Jury das Wohnprojekt Villach aus, ein generationenĂŒbergreifendes, nachhaltiges und soziales Vorhaben, das die Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellt.
Kategorie Kinder und Jugendliche
In der Kategorie der Kinder und Jugendlichen rĂ€umte die 2a-Klasse der Volkschule Landskron mit ihrem Buch „Wir reden ĂŒber MĂŒll“ den Hauptpreis ab. Auf dem zweiten Platz reihte die Jury das CHS-Projekt „Green Chemistry“ mit Fasern und Farbstoffen aus nicht mehr benötigten Lebensmitteln und Taschen aus Tetrapacks.
Das waren die Projekteinreichungen 2025:
Projekt 1: " Baumschutzgesetz"
Eingereicht von:
Lucas Preschern
Projektkategorie:
Luftreinhaltung
Projektbeschreibung: Baumschutzgesetz
Ein Gesetz schaffen (Wien und Graz bereits Vorreiter in Ăsterreich) was den stĂ€dtischen Baumbestand schĂŒtzt.
Durch vermehrte Bauvorhaben (Wohnbauten, Glasfaser, Strom, FernwĂ€rme, etc.) wird der Baumbestand innerhalb der Stadt immer wieder beschĂ€digt oder sogar vernichtet. Diese BĂ€ume sind sehr wichtig fĂŒr die Bevölkerung.
Insgesamt ist zu sagen, dass BĂ€ume mit ihren ökosozialen Dienstleistungen fĂŒr Kommunen zu wichtig sind, als dass sie gegen wenige % der Bausumme (oft unter 1 %) geopfert werden dĂŒrfen. Wiederherstellung so eines Baumbestandes dauert 80 bis 150 Jahre. Das geht nicht so schnell wie ein Haus bauen. Daher muss man auf BĂ€ume mehr aufpassen.
Mit einem Baumschutzgesetz wĂŒrde der Bestand besser geschĂŒtzt werden und die Stadt Villach könnte eventuell auch Strafen bei nicht einhalten erteilen.
Projekt 2: "Re:EAGL"
Eingereicht von:
ARGE SOZIAL Villach
Projektkategorie:
Abfallvermeidung und –entsorgung
Projektbeschreibung: Re:EAGL
Die Arbeitsbereiche des ESF+-Projektes „Re:EAGL“ können mit dem Ăberbegriff „wiederverwenden wertvoller Rohstoffe“ beschrieben werden. Nach dem Grundsatz „Wiederverwenden statt Wegwerfen“ leisten die Arbeitsbereiche einen wichtigen Beitrag zur Abfallvermeidung, Ressourcenschonung und zu einer sinnvollen Umverteilung bestehender GĂŒter: Gebrauchte, funktionstĂŒchtige GerĂ€te und Möbel werden an interessierte Kund:innen weitervermittelt. Defekte ElektroaltgerĂ€te werden demontiert und sortenrein sortiert um ihre Rohstoffe zurĂŒck in die Kreislaufwirtschaft zu fĂŒhren. Lebensmittel, die nicht mehr fĂŒr den Verkauf geeignet sind werden von unseren Partnern (SupermĂ€rkte) zur VerfĂŒgung gestellt, abgeholt und an bedĂŒrftige Personen verteilt. Als vierter Bereich stellt unsere KĂŒche gratis FrĂŒhstĂŒck und gratis Mittagessen zur VerfĂŒgung.
Dadurch erfĂŒllt das Projekt die wesentlichsten Prinzipien der geltenden EU-Abfallrichtlinie, nĂ€mlich Abfallvermeidung und die Vorbereitung zur Wiederverwendung. Das Projekt ist in KĂ€rnten einzigartig und eines der Vorzeigeprojekte im Bereich Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft.
Projekt 3: "Urban Gardening"
Eingereicht von:
Isabella Lex
Projektkategorie:
ErnÀhrung
Projektbeschreibung: Urban Gardening - Gemeinsam gÀrntnern!
Entlang des Drauradwegs könnten an ausgewĂ€hlten Stellen, Beete (Hochbeete) entstehen, die es den Menschen erlauben, sich die HĂ€nde schmutzig zu machen, Natur zu spĂŒren, Kindern Lebensmittel nĂ€her zubringen oder einfach um sich dort zu begegen!
Die GrĂŒnde, bei einem Gemeinschaftsgarten mitzumachen, sind vielfĂ€ltig. Oft ist es die TĂ€tigkeit an der frischen Luft, der Wunsch nach neuen GrĂŒnflĂ€chen im Beton-Dschungel oder einfach die positive Naturerfahrung beim GĂ€rtnern. Urban Gardening ist daher nicht einfach nur ein Trend, sondern ein modernes LebensgefĂŒhl, das aus dem Wunsch nach einem gesunden und nachhaltigen Leben entsteht. Deshalb sind GemeinschaftsgĂ€rten auch lĂ€ngst keine Randerscheinung mehr.
Als Pilotprojekt könnte man das auf dem GelÀnde des LKH Villach umsetzen. Der Krankenhauspark ist derzeit ziemlich trostlos, sollte er aber doch ein Ort sein, wo Menschen sich ablenken können und neuen Lebensmut schöpfen können. Oder aber auch BeschÀftigung wÀhrend eines lÀngeren Aufenthaltes finden.
Projekt 4: "Gehen wir's an"
Eingereicht von:
Verein des österreichischen Klimarat der BĂŒrger:innen
Projektkategorie:
Allgemeine Umweltvorsorge, Umwelterziehung und Bewusstseinsbildung
Projektbeschreibung: Gehen wir's an
Veranstaltung: Gehen wir's an - zur Umsetzung der Empfehlungen des Klimarates in KĂ€rnten
Diese Veranstaltung wurde am 27.1.2023 vom Verein des österreichischen Klimarats der BĂŒrger:innen, dem Land KĂ€rnten, der Stadt Villach, dem Wissenschaftsverein „Landschaft des Wissens“ KĂ€rnten und dem KlimabĂŒndnis KĂ€rnten gemeinsam getragen. Wir wollten damit eine breite Ăffentlichkeit ĂŒber die hohe Dringlichkeit fĂŒr KlimaschutzmaĂnahmen aufrĂŒtteln und gleichzeitig gemeinsam nach Wegen zu deren Umsetzung in KĂ€rnten suchen.
Als Referenten konnten wir den bekannten österreichischen Klimaforscher Georg Kaser sowie die Verantwortliche fĂŒr das Klimaschutzvolksbegehren von 2019/20 und Buchautorin Katharina Rogenhofer („Ăndert sich nichts, Ă€ndert sich alles“) gewinnen. Ebenfalls haben Herr BĂŒrgermeister GĂŒnther Albel sowie LR Sara Schaar ihre PlĂ€ne prĂ€sentiert. Wie wir in KĂ€rnten die KlimaschutzmaĂnahmen (weiter) angehen, wurde im zweiten Teil der Veranstaltung mit Ihnen unter Mitwirkung anwesender Politiker:innen und Stakeholdern diskutiert.
Projekt 5: "Together Point ReUse"
Eingereicht von:
Together – Verein zur Förderung ökosozialen Bewusstseins und Realisierung gemeinnĂŒtziger Projekte
Projektkategorie:
Allgemeine Umweltvorsorge, Umwelterziehung und Bewusstseinsbildung
Projektbeschreibung: Together Point ReUse
Der Together Point Villach als ReUse-Drehscheibe! Der Together Verein setzt sich fĂŒr Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit und das Allgemeinwohl ein. Aktuell gibt es 12 Together Points die als Drehscheibe fĂŒr eine funktionierende Kreislaufwirtschaft fungieren. In den Points kommt es zum ReUse von Bekleidungstextilien, HaushaltsgegenstĂ€nden, Kinderspielsachen, ElektrogerĂ€ten und Lebensmitteln. Ziel ist es, die mit viel Energie und Kosten erzeugten Produkte so lange wie möglich zu teilen und zu verwenden. Dadurch wird die Produktlebensdauer verlĂ€ngert und einem weiteren Personenkreis zugĂ€nglich gemacht.
Der Grundgedanke des gemeinnĂŒtzigen Together Vereins ist, dass jeder Mensch das Recht auf ausreichend GĂŒter zum Leben haben soll. Das heiĂt, sowohl Menschen mit wenig Geld als auch Menschen, die das Wegwerfen von wertvollen Ressourcen verhindern wollen, sollen regelmĂ€Ăig das bekommen, was sie fĂŒr sich und ihre Familie benötigen.
Mitarbeitende im Together Point Villach sammeln Lebensmittel in Vertragsbetrieben ein und bringen sie in den Point, wo sie gegen eine angemessene WertschĂ€tzung abgeholt werden können. Die Produktlebensdauer wird verlĂ€ngert und die Waren vor dem MĂŒll gerettet. Das Angebot im Together Point Villach trĂ€gt sowohl zur finanziellen Entlastung vieler Menschen als auch zum schonenden Umgang mit vorhandenen Ressourcen bei.
Projekt 6: "Raus aus Ăl und Gas"
Eingereicht von:
Wolfgang Lamberger
Projektkategorie:
Energieeffizienz
Projektbeschreibung: Raus aus Ăl und Gas
Wechsel von Ăl- bzw. Gasheizungen zur Kelag "FernwĂ€rme" in einer Wohnsiedlung. Durch meine Initiative wurden 10 Hausbesitzer ĂŒberzeugt ihre Heizungen zu wechseln.
Im FrĂŒhjahr 2022 habe ich an einen Wechsel von meiner Gasheizung zur FernwĂ€rme gedacht. FĂŒr ein Einzelprojekt gab es jedoch keine Möglichkeit. Dazu wĂŒrde es mindestens 7 - 8 HĂ€user benötigen. Somit habe ich die Initiative ergriffen und habe mehrere Hausbewohner in der Siedlung kontaktiert, um auf die Möglichkeit eines Wechsels zur FernwĂ€rme aufmerksam zu machen. Ich habe auch eine Informationsveranstaltung fĂŒr die Hausbesitzer veranstaltet.
Durch meine Aktion sind 10 Hausbesitzer aus dieser Siedlung zur FernwĂ€rme gewechselt und haben ihre Ăl- bzw. Gasheizungen entsorgt. Im Herbst 2023 war es endlich soweit und der besagte Anschluss an die FernwĂ€rme dieser 10 Hausbesitzer hat stattgefunden und es wurde ein erheblicher Beitrag im Sinne des Klimaschutzes geleistet.
Projekt 7: "Narkosegasrecycling"
Eingereicht von:
Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft - KABEG, LKH Villach
Projektkategorie:
Luftreinhaltung
Projektbeschreibung: Narkosegasrecycling
Das Gesundheitswesen emittiert weltweit 5% aller Treibhausgase. Inhalative AnĂ€sthetika, die groĂteils fluorierte Kohlenwasserstoffe sind, machen 3% des Klima-FuĂabdrucks des gesamten Gesundheitswesens in entwickelten LĂ€ndern aus bzw. sogar 50% der CO2-Emissionen im perioperativen Bereich. Das interdisziplinĂ€re Green Team des LKH Villach hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Operationen klimafreundlicher zu machen und erstmals in Ăsterreich das Sammeln und Recyceln von Narkosegasen umgesetzt. Das ausgeatmete Narkosegas wird mit Hilfe eines Aktivkohlefilters aufgefangen. Ein solcher Filter kann den Inhalt einer Flasche Narkosegas aufnehmen. Der Inhalt kann dann weiter recycelt werden.
Im Jahr 2021 fanden im LKH rund 10.000 Narkosen statt. 8.400 davon fĂŒr operative Eingriffe, der Rest im Rahmen von diagnostischen Verfahren. In einer Gesamtbetrachtung kann man festhalten: Werden durch Low-Flow und Minimal-Flow-Narkosen 30 % der eingesetzten Narkosegase eingespart und die ausgeleitete Atemluft ĂŒber ein RĂŒckhaltesystem mit anschlieĂendem Recycling gefĂŒhrt, können 64 Tonnen CO2- Ăquivalent pro Jahr eingespart werden.
Projekt 8: "Button Up"
Eingereicht von:
Anna Huber-Prantl
Projektkategorie:
Allgemeine Umweltvorsorge, Umwelterziehung und Bewusstseinsbildung
Projektbeschreibung: Button up
Button Up ist ein Modemagazin, welches das Thema "Nachhaltigkeit" von allen Facetten beleuchtet. Die SchĂŒler*innen des 4. Jahrgangs fĂŒr Modemanagement und Design des CHS Villachs haben das gesamte Projekt selbststĂ€ndig geplant, entwickelt und umgesetzt. FĂŒr die SchĂŒler*innen war es von Anfang an klar, dass das Magazin umweltfreundlich produziert werden soll. Das Magazin wurde auf möglichst nachhaltigen Papier, das mit dem Ăsterreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet ist, gedruckt. Dabei wurde das Projekt von einer regionalen Druckerei unterstĂŒtzt. Mit "Button Up" will die 4.AHM ihr umweltfreundliches Know-How mit neugiereigen und offenen Menschen teilen.
Den SchĂŒler*innen lag es besonders am Herzen, ein Bewusstsein fĂŒr Nachhaltigkeit in der Modebranche zu schaffen. Der Inhalt umfasst Themen wie Fotografie, Styling und Schnittzeichnen. Ein besonderes groĂes Augenmerk wird auf Nachhaltigkeit gelegt. Von der Problematik von "Fast Fashion" bis zu Upcyclingideen und umweltfreundlichen Stoffalternativen.
Durch die Motivation etwas Positives fĂŒr die Umwelt zu tun, wurde ihre Begeisterung und TeamfĂ€higkeit gefördert. Bis jetzt wurde "Button Up" mit UnterstĂŒtzung des Elternvereins des CHS, bei der Modeinstallation im Atrio und von SchĂŒler*innen privat verkauft, um ein weiteres nachhaltiges Projekt zu unterstĂŒtzen.
Projekt 9: "Fit4Future-Day"
Eingereicht von:
Mittelschule Landskron
Projektkategorie:
Allgemeine Umweltvorsorge, Umwelterziehung und Bewusstseinsbildung
Projektbeschreibung: Fit4Future-Day
âDer Fit4Future-Day eröffnet unseren SchĂŒler*innen die Möglichkeit, eigenstĂ€ndig Themen zu wĂ€hlen, ohne Notendruck zu lernen, die eigene Medienkompetenz zu fördern, kreativ zu sein, in Kleingruppen zu arbeiten, „fĂŒr das Leben zu lernen“, selbstbestimmt zu handeln & eigene IndividualitĂ€t zu entdecken.
Beim Fit4Fure-Day der MS Landskron stellt das Leben die Fragen und nicht das Schulbuch oder die Lehrer*innen. Bei der Recherche, Planung und Umsetzung ihrer Projekte begegnen den SchĂŒler*innen viele offene Fragen, auf die sie aktiv und selbstbestimmt Antworten finden.
SchĂŒler*innen der 1a, 1d, 2b und 3d Klasse haben ab heuer einmal wöchentlich fĂŒr dreieinhalb Unterrichtsstunden die Möglichkeit, sich mit den 17 Nachhaltigkeitszielen, die in der Agenda 2030 von den Vereinten Nationen zum Schutz unseres Planeten festgehalten sind, zu beschĂ€ftigen. Die SchĂŒler*innen entwickeln Lösungen zu Herausforderungen, die sie in ihrer Umwelt und unserer Gesellschaft wahrnehmen, und setzen diese als Projekte in der Schule, der Nachbarschaft oder der Gemeinde um.
Unsere Schule macht sich als erste Mittelschule KĂ€rntens auf den Weg. Der Fit4Future-Day arbeitet nach den Prinzipien des "FREIday", welcher von der deutschen Schulentwicklerin Margret Rasfeld initiiert wurde.
Projekt 10: "Ammuâs GreiĂlerei"
Eingereicht von:
Ammuthavalli Chinnappan
Projektkategorie:
Technologische und soziale Innovationen
Projektbeschreibung: Ammu’s GreiĂlerei
Asiatische und lateinamerikanische Lebensmittel in der historischen AtmosphĂ€re einer GreiĂlerei. Kommunikation und Beratung fĂŒr abwechslungsreiches Kochen. Inklusive Essen Zustellung mit dem ersten kommerziell genutzten Elektro - Lastenfahrrad Villachs!
Projekt 11: "Energiegemeinschaft Ăsterreich"
Eingereicht von:
Energiegemeinschaft Ăsterreich
Projektkategorie:
Technologische und soziale Innovationen
Projektbeschreibung: Energiegemeinschaft Ăsterreich
Energiegemeinschaft Ăsterreich ist eine gemeinnĂŒtzige Initiative, um gemeinsam gegen Energiearmut aktiv zu werden. Wir schaffen fĂŒr UnterstĂŒtzerInnen die Möglichkeit, einfach, unbĂŒrokratisch und zielgerichtet Menschen zu helfen, die akut von Energiearmut betroffen sind. So wird zB die nicht benötigte, ĂŒberschĂŒssige Energie aus privaten oder betrieblichen Photovoltaik-Anlagen zur Soforthilfe fĂŒr bedĂŒrftige Haushalte und soziale Einrichtungen. Anstelle von niedrigen Einspeisetarifen erhalten SpenderInnen die Gewissheit, das ihre Spende sofort, langfristig und mit einem enormen Hebel hilft.
Mithilfe einer seit Oktober 2023 technisch ermöglichten österreichweiten BĂŒrgerenergiegemeinschaft kann Strom ĂŒber ein gemeinsame Rechtsperson (zB Verein) geteilt werden. Die meisten privaten Erzeugungsanlagen speisen ĂŒberschĂŒssige Energie zu geringen Tarifen ein (4-8 ct/KWh), fĂŒr energiearme Haushalte hat dieselbe Kilowattstunde einen Vorteil von bis zu 50ct. Damit kann ungenutzte Energie groĂen Nutzen stiften. Das Besondere ist die Unmittelbarkeit der Hilfeleistung. Zur gleichen Zeit, in der eine Energieerzeugungsanlage Ăberschuss produziert, profitieren einkommensschwache Haushalte.
Das Projekt hat mit der Westbahnhoffnung in Villach im September gestartet. Bereits im Oktober konnte mit 4 Photovoltaik-Anlagen aus KĂ€rnten, Wien und dem Burgenland mehr als die HĂ€lfte des Strombedarfs der Westbahnhoffnung gedeckt werden. Nun werden mit Partnerorganisationen laufend zusĂ€tzliche bedĂŒrftige Haushalte und karitative Einrichtungen in Villach und ganz Ăsterreich qualifiziert und mit ĂŒberschĂŒssigem Strom aus PV-Anlagen, Wind- und Wasserkraftwerken versorgt. Ăber die digitale Plattform energiespenden.at ist das Spenden von Kilowattstunden auch so einfach wie möglich umgesetzt.
Projekt 12: "Escape Trash Island"
Eingereicht von:
Sandra Disho, Abfallwirtschaftsverband Villach
Projektkategorie:
Abfallvermeidung und –entsorgung
Projektbeschreibung: Escape Trash Island
VerschlĂŒsse, Deckel, PlastiktĂŒten - Tonnenweise AbfĂ€lle schwimmen in unseren Ozeanen und sammeln sich zu MĂŒllstrudeln zusammen. Diese Massen steigern sich jĂ€hrlich um knapp 3 Millionen Tonnen. Ziel des Projektes ist es, in Form eines „Escape Rooms“ den Teilnehmer*innen auf spielerische Art und Weise aufzuzeigen, wie schnell durch alltĂ€gliches Konsumverhalten Abfall entstehen kann und ein Bewusstsein zu schaffen, dass Abfallvermeidung und Abfalltrennung in jeder Lebenssituation möglich und wertvoll sind.
Ein Raum, 60 Minuten und 10 kniffelige Problemstellungen mit Abfallbezug gilt es fĂŒr die Teilnehmer*innen zu lösen, um „Trash Island“ wieder verlassen zu können. Der Anfang der langen Kette voller RĂ€tsel und Geheimnissen beginnt mit einer fiktiven Geschichte. Die Teilnehmer*innen mĂŒssen sich durch „Trash Island“ bzw. den Raum bewegen und durch das Lösen aller Fragestellungen ein Rettungsschiff, welches sich auf der Insel befindet finden und fahrtauglich machen, um die Insel verlassen zu können.
Die Landkarte fĂŒhrt die Teilnehmer*innen an insgesamt 10 SchauplĂ€tze – jedem Platz wird ein spezifisches Abfallthema zugordnet. Beispielsweise gilt es fĂŒr die Teilnehmer*innen am Schauplatz des „Aluminium Forstes“ die Rohstoffe sowie den Produktionsablauf, welcher fĂŒr die Aluminiumerzeugung erforderlich ist, zu erraten, um auf diese Weise das Ruder fĂŒr das Rettungsschiff produzieren zu können. Nach erfolgreicher Absolvierung der einzelnen Challenges, haben die Teilnehmer*innen das Rettungsschiff fahrtauglich gemacht und sich den Weg aus Trash Island erarbeitet.
Projekt 13: "Ossiacherzeile Neu"
Eingereicht von:
Antonio Draxl
Projektkategorie:
Verkehr und neue MobilitÀtsdienstleistungen bzw. verwandte Gebiete
Projektbeschreibung: Ossiacherzeile Neu
Mehrmals tĂ€glich kommt es in der Ossiacherzeile zu VerkehrsĂŒberlastungen. Ich denke wenn es Kreisverkehre anstatt Ampelanlagen geben wĂŒrde, könnte man einen kontinuierlichen Verkehrsfluss gewĂ€hrleisten, welcher deutlich weniger Emissionen und Wartezeiten erzeugt. AuĂerdem wĂŒrden teure Wartungsarbeiten an Ampelanlagen entfallen.
Kreisverkehre bieten mehrere Vorteile:
Verbesserte Verkehrsfluss: Kreisverkehre ermöglichen einen kontinuierlichen Verkehrsfluss, da Fahrzeuge sich im Uhrzeigersinn bewegen und nicht anhalten mĂŒssen, solange der Verkehr nicht ĂŒberlastet ist.
Reduzierung von Wartezeiten: Im Gegensatz zu Ampeln mĂŒssen Fahrer in einem Kreisverkehr normalerweise nicht lange anhalten, was die Wartezeiten und den Kraftstoffverbrauch reduziert.
Verringerung von UnfÀllen: Kreisverkehre haben in der Regel weniger UnfÀlle mit schweren Verletzungen, da die Geschwindigkeiten niedrig sind und Kollisionen weniger heftig ausfallen.
Weniger Schadstoffemissionen: Aufgrund des kontinuierlichen Verkehrsflusses und der geringeren Wartezeiten tragen Kreisverkehre zur Reduzierung von Schadstoffemissionen bei.
Effizientere Verkehrsnutzung: Kreisverkehre nutzen den vorhandenen Raum effizient, wodurch die StraĂenkapazitĂ€t erhöht wird.
Geringere Betriebskosten: Kreisverkehre erfordern in der Regel weniger Wartung und Stromkosten im Vergleich zu Ampeln.
Insgesamt tragen Kreisverkehre dazu bei, den Verkehrsfluss zu verbessern, die Sicherheit zu erhöhen und die Umweltauswirkungen zu verringern
Projekt 14: "Jeder Baum zÀhlt"
Eingereicht von:
Benjamin Johannes Ebner
Projektkategorie:
Allgemeine Umweltvorsorge, Umwelterziehung und Bewusstseinsbildung
Projektbeschreibung: Jeder Baum zÀhlt
Europas WĂ€lder stehen vor immer gröĂeren Herausforderungen, darunter Trockenheit, Hitzewellen, Baumsterben und zunehmende Sturm- und Hagelereignisse, die auf den Klimawandel zurĂŒckzufĂŒhren sind. Enorme SchĂ€den im Wald, sowie im Stadtbaumbereich sind die Folge. Neuanpflanzungen und groĂe Aufforstungen sind die Folge. Um die QualitĂ€t des Mikroklimas und somit die Wachstumsbedingungen fĂŒr die jungen BĂ€ume und Pflanzen zu verbessern und Ressourcen einzusparen, muss das lokale Mikroklima erfasst werden. Sensoren sorgen fĂŒr eine direkte Messung, schnelle Analyse und liefert dabei Prognosen. Als Land- und Forstwirt ist man auch im Jahr 23 von den Extremwetterereignissen nicht verschont geblieben.
Auf den kahlen Sturmschaden FlĂ€chen am Oswaldiberg gilt es jetzt einen klimafitten und resilienten Mischwald zu etablieren und aufzuziehen. Die Mikroklimasensoren ĂŒbernehmen dabei das Monitoring meiner FlĂ€chen, indem sie unter anderem Bodentemperatur, Bodenfeuchtigkeit, Globalstrahlung und Temperatur messen und so den positiven Effekt einer angepassten Laubholzaufforstung messbar zu begleiten. Diese Sensoren sind mit einem KI-Modell verknĂŒpft, welche auf jede Messstufe Trocken- und Hitzestress im Boden fĂŒr die einzelnen Pflanzen erkennen und messen lassen. Ein weiteres Ziel des Monitorings ist es mittels denselben Mikroklimasensoren, den positiven Einfluss dieser Mischwaldaufforstung und der zunehmenden Beschattung des Waldbodens auf die Parameter Bodentemperatur, welche fĂŒr viele Mikroorganismen nicht zu hoch sein darf, sowie verfĂŒgbaren Bodenwasser und Wasserhaltevermögen, sowie anderen Klimarelevanten Parametern zu messen und darzulegen. Diese Ergebnisse können der Ăffentlichkeit, sowie andere Berufskollegen zur VerfĂŒgung gestellt werden, um das Bewusstsein fĂŒr klimafitte MischwĂ€lder zu schaffen, dieses zu fördern.
Projekt 15: " E-Lastenfahrrad"
Eingereicht von:
KNG-KĂ€rnten Netz GmbH
Projektkategorie:
Verkehr und neue MobilitÀtsdienstleistungen bzw. verwandte Gebiete
Projektbeschreibung: E-Lastenfahrrad
Um unsere Verantwortung fĂŒr eine hochwertige und zuverlĂ€ssige Energienetzinfrastruktur, welche die Basis unserer modernen Gesellschaft darstellt, wahrnehmen zu können, ist ein hoher Grad an MobilitĂ€t erforderlich. Dies spiegelt sich auch in unserem Fuhrpark wider: Das Spektrum an Fahrzeugen reicht vom Dienstfahrrad bis zum tonnenschweren LKW. Gerade in den InnenstĂ€dten ist der motorisierte Verkehr zu einer groĂen Herausforderung geworden.
Da aber gerade die InnenstĂ€dte zunehmend unter der Last des motorisierten Verkehrs leiden, haben wir uns dazu entschlossen, zusĂ€tzlich auf den Einsatz von E-LastenfahrĂ€dern zu setzen. Diese sind besonders fĂŒr die Mitarbeiter:innen im Netzkundenservice von groĂem Nutzen. TĂ€tigkeiten und AuftrĂ€ge wie der Einbau und Wechsel von Smart Metern sowie Kundentermine können in der Innenstadt klimaneutral, platzsparend, flexibel und auf kurzem Wege erledigt werden. ZusĂ€tzlich ist das E-Lastenfahrrad gerĂ€uschlos und ganz ohne SchadstoffausstoĂ unterwegs, und das Wichtigste: Es fördert obendrein die Fitness und Gesundheit unserer Mitarbeiter:innen. Als KNG leisten wir mit dem E-Lastenfahrrad einen positiven Beitrag zur Verkehrssituation und zum CO2-AusstoĂ im stĂ€dtischen Bereich und handeln damit als KĂ€rntner Verteilnetzbetreiber im Sinne des Klimaschutzes als Vorreiter und Vorbild. Einsparung CO2-AusstoĂ pro E-Lastenfahrrad: rund 1 Tonne C02 jĂ€hrlich; dies entspricht 7.000 km mit einem Diesel-Kfz.
Preise
- Kategorie Erwachsene: Es wurden drei Hauptpreise vergeben (2.500 €, 750 €, und 300 €).
- Kategorie Kinder und Jugend: Zwei Hauptpreise wurden vergeben. Der erste Preis umfasste 300 € und einen als „Klimamaschine Baum“ gepflanzten Baum mit Widmung. Der zweite Preis beinhaltete 150 € sowie eine gefĂŒhrte Wanderung im Naturpark Dobratsch.
Weitere Informationen: