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Villach :Erinnerungskultur

Die Stadt Villach weiß um die Bedeutung der eigenen Vergangenheit. Seit vielen Jahren stellt sie sich daher dem Vergessen entgegen und pflegt eine ausgeprägte Erinnerungskultur. Diese umfasst freilich nicht nur die positiven Seiten. Auch eine verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus sieht die Stadt Villach als ihre Aufgabe. Jährliche Gedenkveranstaltungen beim sogenannten Denkmal der Namen gehören dabei ebenso zur Aufklärungsarbeit wie eine wissenschaftliche Aufarbeitung historisch belasteter Straßennamen. Diese Seite gibt einen Überblick über die Aktivitäten.   

Aktuelle Informationen rund um Thema "Erinnerungskultur":

Gedenktafeln für Drautöchter

Mit neuen Informationstafeln werden bedeutende, starke Villacher Frauen und ihr Widerstand gegen das NS-Regime im öffentlichen Raum sichtbar gemacht: Maria Gornik, Mathilde Pachernik, Gisela Tschofenig, Josefine Koflers.

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Drautöchter-Galerie im Rathaus

Villachs Geschichte ist weiblich: Mit den "Drautöchtern" werden seit 2013 Villachs historische Frauen sichtbar gemacht. Seit 2021 zeigt eine Dauerausstellung im Rathaus auf 25 Tafeln Villachs Geschichte aus weiblicher Perspektive.

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Maria-Peskoller-Weg

Eine zentrale Person für den Kärntner Widerstand war Maria Peskoller. Ihre Tochter Helga Emperger begab sich sechs Jahrzehnte nach ihrem gewaltsamen Tod auf Spurensuche. Seit 2020 gibt es auch einen Maria-Peskoller-Weg in Villach.

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Denkmal der Namen

Das "Denkmal der Namen" in der Widmanngasse soll die Erinnerung an den Holocaust und die Aufklärung darüber ermöglichen.

Kriegerdenkmal

Das Denkmal an der Südseite des Turms der Stadtpfarrkirche einnert an die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges.

Umgang mit belasteten Straßennamen

Historisch belastende Straßennamen im Villacher Stadtgebiet wurden mit Zusatztafeln versehen.

Für Schulen: Spurensuche-Theater

Die Stadt Villach engagiert sich seit vielen Jahren im Bereich politische Bildung, insbesondere mit Angeboten zur gewaltvollen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Für Schülerinnen und Schüler wurde ein Theaterstück entwickelt, das von den Klassen kostenlos gebucht werden kann. Das Stück ermöglicht durch humorvolle Interaktion und Bezüge zur Lebenswelt der Jugendlichen einen spannenden Umgang mit diesen schwierigen Themen.

Verein Erinnern

Seit 1994 ruft der Verein Erinnern Villach verdrängte Aspekte der nationalsozialistischen Vergangenheit im Villacher Stadtgebiet ins öffentliche Gedächtnis. Er veröffentlicht Publikationen und veranstaltet Diskussionsabende. Ein besonderes Anliegen ist es dem Verein um den pensionierten AHS-Lehrer Hans Haider, die Daten jener Kinder, Frauen und Männer aus Villach und Umgebung zu erforschen, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden. Diese Biografien werden durch Veröffentlichung dem Vergessen entrissen. So finden sich die Namen nicht nur auf der Webseite des Vereins, sondern auch auf dem Denkmal der Namen in der Widmanngasse, nahe dem Museum der Stadt Villach. Dort gibt es jedes Jahr zum Jahrestag des Judenpogroms 1938 eine Gedenkveranstaltung. 

Zur Website des Vereins "Erinnern"Zur Website des Vereins "Erinnern" Verein Erinnern