Der Neubau einer Großkaserne im Villacher Stadtteil Obere Fellach schreitet zügig voran: Die geplante Fertigstellung des 370-Millionen-Euro-Projekts im Jahr 2030 scheint ein realistisches Ziel zu sein.
Die sogenannte Großkaserne in der Fellach ist das derzeit größte Infrastruktur-Projekt des österreichischen Bundesheeres. Rund 370 Millionen Euro werden investiert. Am Ende wird es eine Kaserne für rund 1000 Soldat:innen geben. Die Rohrkaserne in Seebach sowie die Lutschounig-Kaserne an der Italiener Straße sollen auf das neue Gelände übersiedeln, aus drei Standorten wird künftig also einer. Und dieser wird nicht nur aus militärischer Sicht interessant sein: Die Kaserne wird alternative Energiesysteme großflächig nutzen, eine Co2-neutrale Heizungsanlage haben und für einen 14-tägigen autarken Betrieb ausgerichtet sein.
Villach kümmert sich um eigene Zufahrtsstraße
Bürgermeister Günther Albel begrüßt die Errichtung einer Großkaserne in Villach ausdrücklich. Man habe sich viele Jahre intensiv für das Projekt eingesetzt. Die Stadt Villach beteiligt sich mit der Errichtung einer eigenen Zufahrtsstraße, die die Kaserne über geologisch schwieriges Gelände mit der B100 im Bereich Langauen verbindet. So wird die Obere Fellach nachhaltig vom Heeres-Verkehr entlastet. Die Straße wird 2026 fertiggestellt sein.
Militärisches Großprojekt
In das Projekt „Henselkaserne neu“ im Stadtteil Obere Fellach werden 370 Millionen Euro investiert. Baubeginn war 2025, die Fertigstellung ist für 2030 gelant. Die beiden Standorte Rohrkaserne und Lutschounigkaserne werden im Gegenzug aufgelassen.
Die Großkaserne in Villach ist eines der größten Bauprojekte, das jemals vom Verteidigungsministerium umgesetzt wurde. Es werden Neubauten in einem Umfang von 81.000 Quadratmetern errichtet, Unterkünfte für 1.052 Personen geschaffen und Büroflächen mit 260 Computerarbeitsplätzen entstehen. Die Objekte werden in Niedrigenergiestandart errichtet und für einen 14-tägigigen autarken Betrieb ausgerüstet sein.